Alle Artikel mit dem Schlagwort: JStG 2018

Das Steuerkontrollsystem als große Chance für mehr Co‑operative Tax Compliance in Österreich

Zöchling/DziurdźSWK 26/2018, 1150

Mit der begleitenden Kontrolle wurde im Jahressteuergesetz 2018 ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen steuerlichen Verfahrensrecht gesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen beim Pilotprojekt „Horizontal Monitoring“ wurde dieses neue Instrument in der BAO verankert. Dies sollte aber nur der erste Schritt sein. Sofern Unternehmen freiwillig ein internes Steuerkontrollsystem (SKS) einrichten und dessen Wirksamkeit zertifizieren lassen, sollten sich daraus positive Effekte auch außerhalb der begleitenden Kontrolle ergeben.

BMF-Information zur Veranlagung von Einkünften aus Anlass der Einräumung von Leitungsrechten

SWK 26/2018, 1158

Mit dem Jahressteuergesetz 2018 – JStG 2018, BGBl I 2018/62, wurde eine Abzugsteuer für Einkünfte aus Anlass der Einräumung von Leitungsrechten eingeführt (§ 107 EStG 1988). Die Abzugsteuer kommt für Auszahlungen ab dem Jahr 2019 zur Anwendung. Mit dieser Info wird erklärt, welche Auswirkungen § 107 EStG 1988 für offene (nicht rechtskräftig veranlagte) Fälle mit Einkünften aus Leitungsrechten hat.

Abzugsteuer bei Einkünften aus Anlass der Einräumung von Leitungsrechten

BöckSWK 25/2018, 1110

Das Jahressteuergesetz 2018 (JStG 2018) sieht eine Abzugsteuer bei Einkünften aus Anlass der Einräumung von Leitungsrechten an bestimmte Infrastrukturbetreiber vor. Für Zahlungen ab dem 1. 1. 2019 wird damit Rechts- und Planungssicherheit für die Beteiligten geschaffen. Dieser Beitrag stellt die Ausgangslage dar, um die Notwendigkeit der beschlossenen Neuregelung aufzuzeigen, und gibt einen Überblick über die neuen Bestimmungen.

Wann gehören Grundstücke zum Vermögen einer Gesellschaft?

WolfSWK 20-21/2018, 893

Die Frage, unter welchen Voraussetzungen Grundstücke zum Vermögen einer Gesellschaft gehören, wurde jüngst heftig diskutiert. Wenn 95 % der Anteile oder mehr an einer Holding-GmbH erworben werden, die zwar selbst keine Grundstücke besitzt, aber ihrerseits eine grunderwerbsteuerpflichtige Vereinigung von mindestens 95 % der Anteile an einer Immo-GmbH verwirklicht hat, die Eigentümerin mehrere Immobilien in Österreich ist, sollte nach der Rechtsauffassung des BMF Grunderwerbsteuerpflicht ausgelöst werden. Das (wirtschaftliche) Eigentum am Grundstück wäre zur Holding gewandert. Der Fachsenat für Steuerrecht der KSW hatte energisch gegen diese Meinung opponiert. Jetzt hat der Gesetzgeber im Zuge des am 4. 7. 2018 im Plenum des Nationalrats beschlossenen Jahressteuergesetzes 2018 (JStG 2018) die Diskussion beendet, und zwar zugunsten der Steuerpflichtigen. Damit wird die bisher einhellige Praxis sowohl der Finanzverwaltung als auch der Parteien und ihrer Vertreter ausdrücklich gesetzlich verankert.