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Wie flexibel ist die Frist für die Hauptwohnsitzbefreiung?

Patloch-Kofler/Petrikovics

SWK 7/2018, 345

Wie viel Zeit zwischen der Aufgabe des Hauptwohnsitzes und der Veräußerung der Immobilie für die Inanspruchnahme der Hauptwohnsitzbefreiung liegen darf, ist gesetzlich nicht geregelt. Während die Finanzverwaltung von einer zwölfmonatigen Frist ausgeht, wird in der Judikatur auf eine Einzelfallbetrachtung abgestellt, nach der die Frist auch über die einjährige Frist hinausgehen darf. Dieser Beitrag soll die unterschiedlichen Ansichten beleuchten und aufzuzeigen versuchen, welche Intention der historische Gesetzgeber bei der Einführung dieser Regelung hatte.

Abzugsverbot bei sonderbesteuerten und Verlustausgleich bei privaten Grundstücksveräußerungen

Die mit dem 1. StabG 2012 neu geschaffene Grundstücksbesteuerung war in der Vergangenheit bereits mehrfach Verfahrensgegenstand vor dem VfGH. Nunmehr hat der Gerichtshof in einem infolge einer Erkenntnisbeschwerde amtswegig eingeleiteten Gesetzesprüfungsverfahren das Abzugsverbot des § 20 Abs 2 EStG für Aufwendungen und Ausgaben iZm Grundstücksveräußerungen idF vor dem StRefG 2015/2016 als verfassungswidrig aufgehoben. Die noch im Einleitungsbeschluss geäußerten Bedenken gegen die Verlustausgleichsbeschränkung des § 30 Abs 7 EStG haben sich hingegen nicht bestätigt. Dieser Beitrag stellt die Entscheidung des VfGH dar und würdigt diese kritisch.