Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hauptwohnsitzbefreiung

Hauptwohnsitzbefreiung und berufliche Abwesenheit

Patloch-Kofler/PetrikovicsSWK 26/2018, 1169

Verlagert sich der Hauptwohnsitz aufgrund von längerer Abwesenheit, kann für den bisherigen Hauptwohnsitz die Hauptwohnsitzbefreiung verloren gehen. Bei einer gewinnbringenden Veräußerung des inländischen Eigenheims würde es dann zur Besteuerung nach § 30 EStG (Immobilienertragsbesteuerung) kommen. Unter welchen Umständen auch bei dienstlichen Reisen die Verlagerung des Hauptwohnsitzes möglich und damit die Hauptwohnsitzbefreiung bedroht ist und welche Maßnahmen gegen den Verlust der Hauptwohnsitzbefreiung zu treffen sind, soll dieser Beitrag aufzeigen.

Geltendmachung der Hauptwohnsitzbefreiung bei Parifizierung von Eigentumswohnungen

Herdin-WinterBFGjournal 2018, 291

Im gegenständlichen Fall war fraglich, ob die in § 30 Abs 2 Z 1 EStG vorgesehene Hauptwohnsitzbefreiung auch im Fall einer Parifizierung von Eigentumswohnungen zur Anwendung kommen kann. Die vorliegende Entscheidung bestätigt die in Rz 6627a und 6633 EStR 2000 vertretene Auffassung, dass auch Zeiten der Nutzung als Hauptwohnsitz vor erfolgter Parifizierung in die Fristberechnung einbezogen werden können.
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Hauptwohnsitzbefreiung bei einem „Mietkaufmodell“

Der Bf verkaufte die mit Wohnungseigentum an seiner bisherigen Wohnung zu verbindenden Liegenschaftsanteile. § 18 Abs 1 Z 3 lit b EStG 1988 sieht die Befreiung der Einkünfte von der Besteuerung für den Fall vor, dass „sie“ dem Veräußerer innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Veräußerung mindestens fünf Jahre durchgehend „als Hauptwohnsitz gedient“ haben. Auf einen Rechtstitel (Eigentum) wird dabei nicht Bezug genommen.