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Hauptwohnsitzbefreiung und berufliche Abwesenheit

Patloch-Kofler/PetrikovicsSWK 26/2018, 1169

Verlagert sich der Hauptwohnsitz aufgrund von längerer Abwesenheit, kann für den bisherigen Hauptwohnsitz die Hauptwohnsitzbefreiung verloren gehen. Bei einer gewinnbringenden Veräußerung des inländischen Eigenheims würde es dann zur Besteuerung nach § 30 EStG (Immobilienertragsbesteuerung) kommen. Unter welchen Umständen auch bei dienstlichen Reisen die Verlagerung des Hauptwohnsitzes möglich und damit die Hauptwohnsitzbefreiung bedroht ist und welche Maßnahmen gegen den Verlust der Hauptwohnsitzbefreiung zu treffen sind, soll dieser Beitrag aufzeigen.
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Hauptwohnsitzbefreiung bei einem „Mietkaufmodell“

Der Bf verkaufte die mit Wohnungseigentum an seiner bisherigen Wohnung zu verbindenden Liegenschaftsanteile. § 18 Abs 1 Z 3 lit b EStG 1988 sieht die Befreiung der Einkünfte von der Besteuerung für den Fall vor, dass „sie“ dem Veräußerer innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Veräußerung mindestens fünf Jahre durchgehend „als Hauptwohnsitz gedient“ haben. Auf einen Rechtstitel (Eigentum) wird dabei nicht Bezug genommen.