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Exakte Empfängerbenennung

§ 162 BAO erfordert die exakte Empfängerbenennung in dem Sinne, dass es der zuständigen Abgabebehörde möglich gemacht wird, dass die Beträge beim Empfänger versteuert werden können. Für diese Besteuerung ist die Nennung der Umstände des Kennenlernens bzw der Kontaktaufnahme zum Empfänger nicht erforderlich. Das Nichtnennen dieser Umstände kann daher die Rechtsfolgen des § 162 Abs 2 BAO nicht nach sich ziehen.

Empfängerbenennung und der „freiwillige“ Zuschlag zur Körperschaftsteuer

DziurdźSWK 17/2018, 773

In der Körperschaftsteuererklärung findet sich die Kennzahl 849: „Es ist ein Zuschlag gemäß § 22 Abs. 3 in Höhe von 25% von folgendem Betrag zu entrichten.“ In der Praxis wird daher häufig ein Zuschlag zur Körperschaftsteuer für jene Beträge erklärt, bei denen zukünftig der Empfänger nicht benannt werden soll. Solange die Abgabenbehörde jedoch nicht konkret zur Empfängerbenennung auffordert, besteht nach § 22 Abs 3 KStG keine Verpflichtung, den Empfänger zu benennen oder bei beabsichtigter Nichtbenennung einen Zuschlag zur Körperschaftsteuer zu entrichten. Damit stellt sich die Frage, welche Vorteile es bringen kann, wenn in der Kennzahl 849 der Körperschaftsteuererklärung ein „freiwilliger“ Zuschlag zur Körperschaftsteuer erklärt wird.