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Berichtigung an der Wurzel oder im Jahr der Vorschreibung?

SchweisgutSWK 11/2018, 524

In seiner Entscheidung vom 4. 3. 2016, RV/6101107/2015, hat das BFG ausgesprochen, dass im Fall einer GPLA-Prüfung mit stets offengelegtem Sachverhalt die daraus resultierende Nachforderung an der Wurzel, dh durch Korrektur der jeweiligen Steuerbilanzen, zu berichtigen sei. Die dagegen eingebrachte Amtsrevision wurde vom VwGH mit Erkenntnis vom 27. 11. 2017, Ra 2016/15/0042, zurückgewiesen. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte sich die Anwenderpraxis auf die Aussage in Rz 1600 EStR 2000 verlassen, dass die entsprechende Nachforderung erst in jenem Jahr als Betriebsausgabe absetzbar ist, in dem die Vorschreibung bzw Bezahlung erfolgt.Ist durch die Bestätigung des VwGH nun alles neu? Müssen jetzt eventuell fünf Jahre zurückreichende Wiederaufnahmeanträge gestellt werden, um Nachforderungsbeträge bei GPLA-Prüfungen steuerlich geltend machen zu können? Was hat sich geändert?