Podcast

SWK.Podcast 34-35/2018

Willkommen zum SWK.media Podcast. Hören Sie die Zusammenfassung von Doppelausgabe Nr. 34 und 35 vom November 2018.

Tagesfragen

Von den im Regierungsübereinkommen vorgesehenen steuerlichen Maßnahmen ist bislang nur ein marginaler Teil umgesetzt worden. Die Zielsetzung, alle steuerlichen Änderungen eines Jahres in einem Jahressteuergesetz zusammenzufassen, konnte auch im Jahr 2018 nicht durchgehend verwirklicht werden. Denn neben dem Jahressteuergesetz 2018  wurde das UStG geändert. Diese Änderung des UStG hat aber immerhin die erste von der neuen Regierung angekündigte steuerliche Maßnahme, nämlich die Stärkung des Tourismus durch Absenkung des Umsatzsteuersatzes für Übernachtungen von 13 % auf 10 %, umgesetzt. Ein Beitrag von Thomas Keppert.

Die Kammerumlage 1 ist quartalsweise von den Kammermitgliedern, die einen Jahresumsatz von mehr als 150.000 Euro erzielen, zu entrichten. Durch die mit 1. 1. 2019 in Kraft tretende Wirtschaftskammergesetz-Novelle sind künftig investitionsbedingte Vorsteuern von der Bemessungsgrundlage abzuziehen; weiters wird der Kammerumlagesatz gesenkt. Zudem kommt bei Überschreiten eines festgesetzten Schwellenwerts ein degressiver Staffeltarif zur Anwendung, der zu einer Senkung des Kammerumlagesatzes führt. Lesen Sie alles über die Neuerungen im SWK-Beitrag von Ingrid Rattinger und Julian Kuderer.

Die Eindämmung des Klimawandels gilt als die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Der frühere US-Präsident Barack Obama führte dazu treffend auf der UN-Klimakonferenz in Paris aus: „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt – und wir sind die letzte, die etwas dagegen tun kann.“ Vor diesem Hintergrund müssen auch die Pendlerregelungen einer kritischen Betrachtung im Rahmen der ökologischen Steuerreform unterzogen werden. Ein Beitrag von Bettina Spilker und Julia Tumpel.

Seit kurzem steht auf der Website des BMF das Formular E 30 zum Familienbonus Plus zur Verfügung. In Anspruch nehmen können Familien den Bonus auf zwei unterschiedlichen Wegen: Sie können ihn in ihrer Steuererklärung bzw Arbeitnehmerveranlagung 2019 geltend machen. Dann profitieren sie im Nachhinein – also ab 2020 – von der gesamten jährlichen Steuerentlastung. Alternativ können sie den Familienbonus Plus auch schon ab Jänner 2019 über die Lohnverrechnung durch den Arbeitgeber in Anspruch nehmen. In diesem Fall verringert sich schon während des Jahres die Lohnsteuer. Dazu muss das Formular E 30 händisch oder direkt am PC ausgefüllt und dem Arbeitgeber unterschrieben übermittelt werden.

Steuern

„Freiberufler“ sind vielseitig tätig, etwa im Gesundheitswesen, als Techniker, Berater oder Künstler. Gemeinsam ist diesen Berufen, dass sie vorrangig auf persönlichem Know-how und individuellen Fähigkeiten beruhen. Fast jeder Freiberufler muss sich aber in seiner unternehmerischen Laufbahn auch mit deren Ende und Bemühungen auseinandersetzen, diesen finalen Schritt möglichst „steueroptimal“ zu gestalten. Ein aktuelles Werk stellt diese Situation umfassend und praxisnahe dar. Einige für Freiberufler typische Aspekte daraus werden im Beitrag von Bernhard Renner beleuchtet.

Die Forschungsprämie nach § 108 EStG ist das rechtlich und praktisch dominierende Instrument der steuerlichen Förderung unternehmerischer Innovation in Österreich. Aufwendungen für Forschung und experimentelle Entwicklung im Ausmaß von 14 % können Steuerpflichtigen in Form einer Gutschrift am Abgabenkonto erstattet werden, im Falle eigenbetrieblicher Forschung im Inland sogar ohne weitere Deckelung. Das ist nicht nur einzelwirtschaftlich von gewichtigem Interesse; mit einem geschätzten Volumen von zuletzt 586 Mio Euro im Jahr 2017 stellt die Forschungsprämie auch einen erheblichen Budgetposten dar. Peter Bräumann hat sich im Zuge seiner wissenschaftlichen Tätigkeit intensiver mit der Forschungsprämie auseinandergesetzt und gewährt in diesem Beitrag einen ausschnittartigen Einblick in einige der erzielten Ergebnisse.

Im Falle einer „aufgespaltenen Konzernübernahme“ ist nach Beurteilung durch das BFG die Absetzung einer Firmenwertabschreibung nach § 9 KStG sowie angefallener Fremdkapitalzinsen grundsätzlich zulässig. Ein Beitrag von Benjamin Twardosz.

Nach dem VwGH-Erkenntnis vom 18. 10. 2018 löst die Einbringung inländischer Mitunternehmeranteile durch im EU- bzw EWR-Ausland ansässige natürliche Personen entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung keine Entstrickungsbesteuerung aus. Ein Beitrag von Gebhard Furherr und Johannes Reiter.

In einem aktuellen Beschluss befasste sich der VwGH mit der Frage, wie die umsatzsteuerliche Aufteilung des Pauschalentgelts eines Zeitungsabonnements samt Autobahnvignette als Zugabe auf den Normal- und ermäßigten Steuersatz zu erfolgen hat. Nach ständiger Rechtsprechung ist ein Pauschalentgelt nach dem Verhältnis der Einzelverkaufspreise aufzuteilen. Im konkreten Fall vertrat das Finanzamt in der außerordentlichen Revision die Ansicht, dass der mittels Verordnung festgelegte Preis einer Autobahnvignette zwingend zur Gänze dem Normalsteuersatz unterliegt. Der VwGH bestätigte hingegen die Rechtsansicht des Verlags und stellte fest, dass der festgelegte Preis einer Autobahnvignette bei der Weiterveräußerung nicht zum Tragen kommt. Ein Beitrag von Thomas Zimprich.

Wirtschaft

In diesem Beitrag von Christiana Broidl, Roman Rohatschek und Viktoria Oberrader zu latenten Steueransprüchen und -schulden wird anhand aktueller Konzernabschlüsse untersucht, wie deren Ausweis in der Vermögensaufstellung erfolgt, in welchem Ausmaß Steuerlatenzen angesetzt werden und ob die Anhangangaben ausreichen, um die Höhe der berücksichtigten latenten Steuern nachvollziehen zu können.

Am 25. 10. 2018 wurde das Elektronische Notariatsform-Gründungsgesetz kundgemacht, welches die elektronische Errichtung eines Notariatsakts unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten im Rahmen der GmbH-Gründung sowie damit in Zusammenhang stehende Beglaubigungen erlaubt. Dieser Beitrag von Martin Miernicki skizziert die für die GmbH-Gründung relevanten neuen Regelungen.

Aus gegebenem Anlass befasst sich dieser Beitrag von Peter Hadl und Thomas Benedikt mit der Bewertung von kleinen und mittelgroßen Steuerberatungskanzleien mittels Discounted-Cashflow-Verfahren und erörtert neben der Ermittlung der adäquaten Eigenkapitalkosten vor allem die Problematik der Schätzung finanzieller Überschüsse in der Rentenphase. Darüber hinaus werden die mit der branchenüblichen Multiplikatormethode verbundenen Problemstellungen erläutert, die mitunter signifikante Abweichungen zu einer DCF-Bewertung hervorbringen können.