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2.3.1. Sonstige Leistungen an andere Unternehmer

Melhardt/Kuder/PfeifferSWK-Spezial Umsatzsteuer 2018, 2.3.1. Sonstige Leistungen an andere Unternehmer

§ 3a Abs. 5 UStG: „Für Zwecke der Anwendung der Abs. 6 bis 16 und Art. 3a gilt

1.

als Unternehmer ein Unternehmer gem. § 2, wobei ein Unternehmer, der auch nicht steuerbare Umsätze bewirkt, in Bezug auf alle an ihn erbrachten sonstigen Leistungen als Unternehmer gilt;

2.

eine nicht unternehmerisch tätige juristische Person mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer als Unternehmer;

3.

eine Person oder Personengemeinschaft, die nicht in den Anwendungsbereich der Z 1 und 2 fällt, als Nichtunternehmer.“

  • Als Unternehmer gelten somit auch:

    Unternehmer, die ganz oder teilweise nicht steuerbare Umsätze ausführen (z.B. geschäftsleitende Holding, Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft, Stiftung)

    Nicht unternehmerisch tätige juristische Personen, wenn sie über eine UID-Nummer verfügen (z.B. gemeinnütziger Verein, Körperschaft öffentlichen Rechts; reine Holdinggesellschaft, Vereine, die über der Erwerbsschwelle Waren aus der EU einkaufen und daher eine UID-Nr. benötigen [Kuttin/Berger, Steuern im Gemeinschaftsrecht, Festschrift Nolz, S 254])

    Der dargestellte Unternehmerbegriff unterscheidet nicht zwischen Unternehmern im Gemeinschaftsgebiet und Drittlandsunternehmern und trifft somit auf beide zu.

  • Grundsätzlich gelten daher alle Personen mit UID-Nr. beim Leistungsbezug sonstiger Leistungen als Unternehmer. Der Leistungsempfänger ist daher auch verpflichtet beim Leistungsbezug immer seine UID-Nr. zu verwenden (Art. 55 VO 282/2011/EU).

  • Unecht befreite Unternehmer (z.B. Kleinunternehmer) und pauschalierte Land- und Forstwirte fallen unter den Unternehmerbegriff des § 2 UStG 1994 und sind daher jedenfalls von § 3a Abs. 5 Z 1 UStG erfasst. Die Erwerbsschwelle findet für sonstige Leistungen keine Anwendung (Rz 638o UStR). Diese Unternehmer haben auch einen Anspruch auf Erteilung der UID-Nr., sobald sie Dienstleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat beziehen.

  • Bezieht hingegen ein Unternehmer Leistungen für seinen persönlichen Bedarf oder den Bedarf seines Personals, wird er wie eine Privatperson behandelt ➔ siehe Kapitel 2.3.2

  • Maßgebend ist immer die geplante Nutzung im Zeitpunkt des Leistungsbezugs (Art. 25 VO 282/2011/EU). Eine nachträgliche Nutzungsänderung ist für die Anwendbarkeit der Leistungsortregeln nicht maßgeblich.

  • Immer dann, wenn der Leistungsempfänger eine UID-Nr. übermittelt, kann der Leistungserbringer grundsätzlich davon ausgehen, dass es sich um Dienstleistungen für unternehmerische Zwecke handelt (Art. 19 Abs. 2 VO 282/2011/EU).

  • Seite 289Wird ein und dieselbe Dienstleistung sowohl privat als auch betrieblich verwendet, so kommen – sofern kein Missbrauch vorliegt – trotzdem die Leistungsortsregelungen für B2B zur Anwendung (Art. 19 Abs. 3 VO 282/2011/EU).

  • Eine einheitliche Leistung kann für die Leistungsortbestimmung nicht in mehrere Leistungen aufgespalten werden. Das gilt auch dann, wenn sie einem gemischten Verwendungszweck dient. Wird die empfangene sonstige Leistung sowohl für steuerbare Tätigkeiten als auch für nicht steuerbare Tätigkeiten, darunter auch für persönliche Zwecke des Unternehmers, verwendet, richtet sich der Leistungsort nach den Regelungen, die für Unternehmer gelten.

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