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2.2.3.15.3.3. Vereinfachung bei größerer Abnehmerzahl

Melhardt/Kuder/PfeifferSWK-Spezial Umsatzsteuer 2018, 2.2.3.15.3.3. Vereinfachung bei größerer Abnehmerzahl

  • Steht der Kunde der Lieferung bei Beginn des Transportes im Ausgangsmitgliedstaat bereits fest, so liegt grundsätzlich kein innergemeinschaftliches Verbringen, sondern eine innergemeinschaftliche Lieferung vor.

  • Aus Vereinfachungsgründen kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen (siehe Grafik) ein innergemeinschaftliches Verbringen angenommen werden (Rz 3604 UStR).

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    Datei: images/swks-ust2018_g129.jpg

Beispiel (Rz 3605 UStR):

Der deutsche Großhändler D beliefert im grenznahen österreichischen Raum eine Vielzahl von Kleinabnehmern (z.B. Imbissstuben, Gaststätten) mit Pommes frites. D verpackt und portioniert die Waren bereits in Deutschland nach den Bestellungen der Kunden und liefert sie an diese mit eigenem LKW aus.

Lösung:

D kann die Gesamtsendung als innergemeinschaftliches Verbringen behandeln und alle Lieferungen als Inlandslieferungen beim zuständigen inländischen Finanzamt versteuern, sofern er in den Rechnungen seine österreichische UID-Nr. angibt und die zuständigen Finanzämter in Österreich und Deutschland diesem Verfahren zustimmen.

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