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2.2.3.15.3.1. Vereinfachung beim Kommissionsgeschäft im Binnenmarkt

Melhardt/Kuder/PfeifferSWK-Spezial Umsatzsteuer 2018, 2.2.3.15.3.1. Vereinfachung beim Kommissionsgeschäft im Binnenmarkt

Aus Vereinfachungsgründen erlaubt die Finanzverwaltung in der Rz 3589 UStR beim Kommissionsgeschäft folgende Vereinfachung:

  • Gelangt beim Kommissionsgeschäft das Kommissionsgut bei der Zurverfügungstellung an den Kommissionär vom Ausgangs- in den Bestimmungsmitgliedstaat, kann die Lieferung des Kommittenten an den Kommissionär bereits zum Zeitpunkt der Zurverfügungstellung des Gegenstandes an den Kommissionär als ausgeführt angesehen werden.

  • Der Kommissionär tätigt dann zu diesem Zeitpunkt einen innergemeinschaftlichen Erwerb.

    Datei: images/swks-ust2018_g127.jpg

  • Beispiel:

    Der deutsche Kommittent KT versendet im Februar Waren im Wert von 10.000 € netto an den österreichischen Kommissionär KS. KS kann die Waren im Juli an den österreichischen Abnehmer A um 15.000 € verkaufen.

Lösung:

  • Kommittent: Wäre ig. Verbringen mit anschließender Inlandslieferung, kann aber lt. Rz 3589 UStR im Februar als ig.L. (Bemessungsgrundlage 10.000 €) behandelt werden.

  • Kommissionär: tätigt im Februar einen ig.E. (Bemessungsgrundlage 10.000 €) und im Juli einen steuerpflichtigen Inlandsumsatz (Bemessungsgrundlage 15.000 €).

Weitere umsatzsteuerliche Behandlung ➔ siehe Kapitel 2.2.3.3

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