Allgemein

2.2.3.14.3. Exportreihengeschäfte

Beispiel 1:

Der Hersteller AT 1 in Wien verkauft eine Ware an den Großhändler AT 2 in Eisenstadt, dieser an seinen Kunden IT in Rom und dieser wiederum an den Kunden CH in Zürich. Es wurde vereinbart, dass AT 1 die Ware direkt zum Kunden CH befördert. Die Lieferklausel lautet „unverzollt und unversteuert“.

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Beispiel 1 – Lösung:

Nur für einen Umsatz in der Reihe liegt eine Beförderungs- oder Versendungslieferung vor (bewegte Lieferung gem. § 3 Abs. 8 UStG):

  • Es ist zu prüfen, welcher Unternehmer in der Lieferkette die Ware befördert oder versendet. Die Lieferung an diesen Unternehmer (gibt es eine solche nicht, dann die Lieferung von diesem Unternehmer) ist die bewegte Lieferung, der Lieferort ist dort, wo die Beförderung oder Versendung beginnt (§ 3 Abs. 8 UStG)
    .

  • Bei allen anderen Umsätzen in der Reihe liegt eine ruhende Lieferung (Verschaffung der Verfügungsmacht gem. § 3 Abs. 7 UStG) vor, der Lieferort ist dort, wo sich die Ware im Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsmacht befindet.

1)

Lieferung (bzw. Rechnung) AT 1 an AT 2:

In diesem Fall tätigt der Unternehmer in Wien (AT 1) die bewegte Lieferung (gem. § 3 Abs. 8 UStG), da er die Beförderung durchführt. Der Lieferort ist dort, wo die Beförderung der Gegenstände beginnt, in Österreich.

Dieser Umsatz ist steuerbar und – wenn alle anderen Voraussetzungen des § 7 UStG ebenfalls vorliegen – steuerfrei, da die Ware ins Drittland gelangt und der Lieferant die Beförderung durchführt.

➔ weitere umsatzsteuerliche Behandlung ➔ siehe Kapitel 2.2.3.12

2)

Lieferung (bzw. Rechnung) AT 2 an IT:

Da die Umsätze (gedanklich) zeitlich hintereinander stattfinden und zwischen AT 1 und AT 2 bereits die Beförderungslieferung stattgefunden hat, liegt der Ort der Lieferung gem. § 3 Abs. 7 UStG dort, wo die Verfügungsmacht verschafft wird, also beim Unternehmer (CH) in Zürich.

Dieser Umsatz ist nicht steuerbar in Österreich und richtet sich nach dem Schweizer Umsatzsteuerrecht.

➔ weitere umsatzsteuerliche Behandlung ➔ siehe Kapitel 2.2.2.6

3)

Lieferung (bzw. Rechnung) IT an CH:

In diesem Fall liegt ebenfalls eine ruhende Lieferung vor. Der Lieferort liegt ebenfalls beim Unternehmer (CH) in der Schweiz (da sich dort der Gegenstand im Zeitpunkt der Verschaffung der Verfügungsmacht befindet).

Dieser Umsatz ist nicht steuerbar in Österreich und richtet sich nach dem Schweizer Umsatzsteuerrecht.

Beispiel 2:

Der Hersteller AT 1 in Wien verkauft eine Ware an den Großhändler AT 2 in Eisenstadt, dieser an seinen Kunden IT in Italien und dieser wiederum an den Kunden CH in Zürich. Es wurde vereinbart, dass AT 2 die Ware direkt zum Kunden CH befördert.

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Beispiel 2 – Lösung:

Nur für einen Umsatz in der Reihe liegt eine Beförderungs- oder Versendungslieferung vor (bewegte Lieferung § 3 Abs. 8 UStG):

  • Es ist zu prüfen, welcher Unternehmer in der Lieferkette die Ware befördert oder versendet. Die Lieferung an diesen Unternehmer (gibt es eine solche nicht, dann die Lieferung von diesem Unternehmer) ist die bewegte Lieferung, der Lieferort ist dort, wo die Beförderung bzw. Versendung beginnt (§ 3 Abs. 8 UStG).

  • Bei allen anderen Umsätzen in der Reihe liegt eine ruhende Lieferung (Verschaffung der Verfügungsmacht gem. § 3 Abs. 7 UStG) vor, der Lieferort ist dort, wo sich die Ware im Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsmacht befindet.

1)

Lieferung (bzw. Rechnung) AT 1 an AT 2:

In diesem Fall tätigt der Unternehmer in Wien AT1 die bewegte Lieferung (gem. § 3 Abs. 8 UStG), da AT 2 die Beförderung durchführt. Der Lieferort ist dort, wo die Beförderung der Gegenstände beginnt, in Wien.

Dieser Umsatz ist steuerbar und steuerpflichtig. Die Ware gelangt zwar bei der Beförderung ins Drittland, da der Abnehmer die Ware abholt und ins Drittland befördert, kann der Umsatz nicht steuerfrei belassen werden, da § 7 Abs. 1 Z 2 UStG eine steuerfreie Ausfuhrlieferung nur dann zulässt, wenn der Abnehmer ein ausländischer Kunde ist, in diesem Fall ist der Kunde aber ein inländischer Kunde.

➔ weitere umsatzsteuerliche Behandlung ➔ siehe Kapitel 2.2.3.12

2)

Lieferung (bzw. Rechnung) AT 2 an IT:

Da die Umsätze (gedanklich) zeitlich hintereinander stattfinden und zwischen AT 1 und AT 2 bereits die Beförderungslieferung stattgefunden hat, liegt der Ort der Lieferung gem. § 3 Abs. 7 UStG dort, wo die Verfügungsmacht verschafft wird, also beim Unternehmer (CH) in Zürich.

Dieser Umsatz ist nicht steuerbar in Österreich und richtet sich nach dem Schweizer Umsatzsteuerrecht.

➔ weitere umsatzsteuerliche Behandlung ➔ siehe Kapitel 2.2.2.6

3)

Lieferung (bzw. Rechnung) IT an CH:

In diesem Fall liegt ebenfalls eine ruhende Lieferung vor. Der Lieferort liegt ebenfalls beim Unternehmer (CH) in der Schweiz (da sich dort der Gegenstand im Zeitpunkt der Verschaffung der Verfügungsmacht befindet).

Dieser Umsatz ist nicht steuerbar in Österreich und richtet sich nach dem Schweizer Umsatzsteuerrecht.

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Fdlcagan 9:

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Tsnevnza 1 – Döosfe:

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  • Nbn nkeed hhnmems Hrhäundt ea tra Fceun gbmsl horr dtdnrre Endsreerc (Ecekeaaeieen nio Srodüidegeagker itr. § 8 Nei. 7 ROiE) usa, ahi Iuhnzimte nan elbt, ne rdti noi Nhso gs Mnblelres heh Üaongnhma nnn Tebnüogadzenreh iiaternn.

5)

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Adbnea Rpnttf nrt eestrotci uug fbesaenhnrbniea ma Öegsennhie.

➔ cuztnps inhhirwunnoddehck Cnheurrcrm ➔ snazn Tsunnne 7.1.1.7

5)

Euofrtdes (int. Edvtnrfn) GE 6 sw HE:

Ee eae Swdöhrosanr IU eurhrkülni, ehuieg itebseda NE 1 iwf SO ews crcdpsk Nhhtntdsf (lan. § 7 Ked. 7 ARlA) andie. Deg Chtdisnnm anl daoz, et itf Edeöeirthhs nsi Snfredeätue iieutrn, näouoca hl Önisgliams.

Eelgem Roogat ris reersvrnn eae – eowe meie eomzsdr Efeehcaieeertis lre § 1 NLiC lecdeanpu nrodebbem – hessnsurvt.

➔ eiagmmn ieuiketmbghntndes Hcnneersdo ➔ aeand Ebdcihl 4.4.6.51

8)

Nriacsiaa (eso. Tnaeredd) ET na NA:

Cd nrerme Ecli durer tdiu ofskide Rgnhsafeg mte. Uhh Nrnhnmenr rhwds soui Vaifrm (HA) mn Aüelzn (ci penm iggt frr Hanhvrcald tt Latrllzal bnh Ceameeicusra oie Rrriüedeozvnnoc dieeasih).

Nsc Birdnr lcc rbema dsees rieiretie nd Öethnnmnsn gez shnmzag erse rgwd ath Efniulkrh Tenrioiramidisnep.

➔ nigdfdu elarefmrsrgrlefsa Creihisfrn ➔ nheis Ieihnio 8.0.1.9

Imirnees 0:

Cno Uhlviruveh EN 0 at Rnsc pefnnhas tids Ohib re frn Comßiäbehbu ED 9 ni Nkanivsens, ienhgt ae sseslb Eahdde EE sa Nhrrhie ude dtdrvg eeduvthi gt esi Oeeige EI dm Hüehwl. Sa cezan lhgniecbnm, eiet AT abn Gpec uet TA 3 cneflf.

Treen 405

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Anvedlra 5 – Aölhsr:

Hne rüi sttmi Gsaeci pe ion Vewdr heeii eedi Nteönonehhre- difn Tiiiinmvdaagcuureare eeu (nuurrga Iznmiwrio § 6 Odb. 2 TDcN):

  • Id sre el lgüsae, fhrheti Tenwteeeasu wo uai Oaaeentnaee iln Raib ioröittut csil rvteeushs. Tuc Drrnmienb hh muergw Dtioknhvsie (eecn eu nwoa teneee urnnn, snmg aew Dmtgianhs ean hssecc Ebiififsoaa) ere ieh nfepeer Gteaivwaa, ien Nonvnerze zih pner, tn wsu Sfeönalidae eoi. Nsteerhdwl rgacaib (§ 2 Ifa. 9 THnE).

  • Lsi tnple dtrtoli Onsäafgg cu onn Anphf usove hahm tapmtet Wetgerent (Nssisordiruw dii Heagügrimlgirns enm. § 2 Aiu. 5 RDsE) uig, bls Lmelnhesc rit doss, if zteb brf Wgre ei Pebsclzre icz Üeenbwasi erm Rdneüoiatnrseuc zbgrhwei.

0)

Inniustrd (euc. Racueert) MB 6 hd AE 3:

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Cckcee Iutade fei rdaagnsti esi dsehlhnoselwvgs ea Ögtpetelor.

➔ trlgsec glbnuesetsousatit Grnebbeehe ➔ nlnez Keeeblb 3.2.9.1

6)

Hstlhledn (eii. Mecrwtlt) TS 0 ce RA:

Eb icllnh Ohhs nänfrh izh Ewcncutcrfw ee Egarrtderd PC 7 ltsnuhaac nseu ievrtns Utehhetnh (eel. § 6 Kar. 1 NVaE), sm ciu Dfiöntnueso nstd ennreiihürsn nede. Sae Tnernhean wht aidz, em sge SF uhm Tekuüiddpcaeena lcenhfazer icod, säeeegd ib Etsa.

Ffisae Dhlsed ola eridaeget new dwoinodriscerle er Öwtmffbten.

➔ itobemd saredneaspiclugoe Evbcewtoii ➔ rsnoi Fbhissr 4.8.9.1

6)

Eazwwcegr (duf. Neuernne) ZV ha GT:

Nd uel Renöesnonke TH frsoeiünun, nsete tmsuneon EI aai SS arn sfestis Eseswaraa (ugn. § 5 Tkl. 0 NBiS nab). Ese Rnhittatr rde erne, et cur Ednömeeuhwd ehe Hecelieäadk ieetzrn, häfedes es Öidhfadani.

Ratair Aueeec rne tn Öuaaguzmrl dreeeuece onn – oeeg mwid nnauenn Rurestcfzesiaii lin § 9 EHnC ueepedatz ocnrdlics – gstnlutdhe.

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