Rechtsprechung

LuF: außerbetrieblicher Nutzungsüberlassung

VwGH

SWK 10/2018, 512

Nach der Rechtsprechung des VwGH erfolgt eine Nutzungsüberlassung von Teilen eines zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Grundstücks im Rahmen dieses land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, wenn es sich entweder um eine bloß vorübergehende Maßnahme handelt oder der Nutzungsüberlasser auf der überlassenen Fläche weiterhin eine dem Hauptzweck des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs entsprechende, wirtschaftlich ins Gewicht fallende Tätigkeit entfaltet. Wird dagegen eine zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehörende Grundstücksfläche oder ein Teil derselben auf Dauer nicht mehr landwirtschaftlich genutzt, gehört sie auch nicht mehr zum Betriebsvermögen. Hingegen verbleibt die Grundstücksfläche weiterhin Betriebsvermögen, wenn sie nur zeitweise außerhalb der Vegetationszeit anderweitig genutzt wird, zB als Schipiste. Wird daher die Nutzung eines Grundstücks als land- und forstwirtschaftliches Betriebsvermögen durch eine anderweitige Nutzung nicht wesentlich beeinträchtigt, sodass nach der Verkehrsauffassung nach wie vor davon auszugehen ist, dass das Grundstück einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zugehört, sind die aus der Überlassung erzielten Einkünfte solche aus Land- und Forstwirtschaft. – (§ 21 EStG 1988), (Aufhebung wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes)

(VwGH 17. 10. 2017,
Ra 2016/15/0027
)