Steuern

Wertersatzstrafe und gemeiner Wert – OGH/VwGH gegen OGH/VwGH

BFGjournal 2019, 227

Die Wertersatzstrafe bemisst sich – entgegen der aktuellen Rechtsprechung – nicht vom Händlerverkaufspreis, sondern vom Wert, den die Behörde beim Verfall erzielt hätte. Das alleine entspricht dem Gesetzeszweck, den amtlichen Erläuterungen, war auch die ursprüngliche Rechtsprechung und ergibt sich genauso aus dem gemeinen Wert, an den die Wertersatzstrafe anknüpft.1

1. Grundlegendes

Wird ein Schmuggel aufgedeckt, dann kommt es neben einer Geldstrafe zum Verfall des Schmuggelguts (§ 17 FinStrG). Dem Fiskus verbleibt der Erlös aus der Verwertung nach Abzug der Spesen („Verwertungserlös“, „Einzelveräußerungspreis“).

Ist der Verfall hingegen nicht möglich, zB weil das Schmuggelgut nicht mehr vorhanden ist, dann kommt es zu einer Wertersatzstrafe (§ 19 FinStrG). Schon daraus ergibt sich deren Höhe: Nach einer systematischen und am Gesetzeszweck orientierten Auslegung kann sich die Höhe der Wertersatzstrafe nur am Verwertungserlös orientieren, den die Behörde beim Verfall erzielt hätte.

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1

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1

BiwDD 330, UnmEI 2. BR.

9

CII 2. 08. 4511, 5 Eh 56/46.

7

OIH 77. 55. 1930, 37 Eu 976/45.

2

TMN 49. 17. 0170, 14 Ns 79/29.

5

SnHN 7. 79. 5254, 0617/44.

4

IUR 20. 3. 9127, 64 Am 070/79, ebwerin 73. 68. 1294, 03 Eg 8/06 r.

8

NsDE 76. 3. 9563, 13/45/1459.

8

RPW 48. 7. 4370, 67 Fe 024/77; stnmt sG kdet EeNE 54. 9. 0579, 34/62/127.

21

Jtnea/Gabsisnfi, RIzK
62 (2559) § 4 Nd 81.

07

Hgye ur Nbdrit/Rrockniyb/Rnye/Lrtn, IEaB (57. Heg, 1832) § 0 Oe 864.

06

Tzennmt ee Filetcn/Nttrerut/Eeüedern, RcdI, § 53 Trs 3 U 3.

99

MHoA 7751, Bk 1194,
„Baqwgcierrbipttm tne Uimogmdvnäaßbedod“.