Autor: Roman Haller

Margenbesteuerung auch bei Tagesausflügen

HallerSWK 13-14/2018, 622

Der Anwendungsbereich der Margenbesteuerung für Reiseleistungen gemäß § 23 UStG ist derzeit zu eng gefasst. So hat der EuGH bereits mehrfach festgestellt, dass der Ausschluss der Margenbesteuerung bei unternehmerischen Leistungsempfängern den unionsrechtlichen Vorgaben widerspricht, was durch eine mit 1. 5. 2019 in Kraft tretende Gesetzesnovelle – zumindest partiell – saniert wird. Eine weitere deutliche Ausweitung des Anwendungsbereichs von § 23 UStG – nämlich auf Reisen, die keine Nächtigungsleistung beinhalten – ergibt sich nunmehr aus aktueller BFG-Rechtsprechung. Damit rückt auch die Frage, wann eine Reiseleistung iSd § 23 UStG vorliegt – und damit von einer Anwendbarkeit der Margenbesteuerung für besorgte Reisevorleistungen auszugehen ist – zunehmend in den Mittelpunkt.