Autor: Rainer Brandl

Der Begriff des „Anzeigers“ und die Täternennung bei der Selbstanzeige

Brandl/Burghart

ZWF 2018, 147

Die aktuell überarbeitete, wesentlich erweiterte 4. Auflage des von Leitner/Brandl/Kert herausgegebenen Standardwerks „Handbuch Finanzstrafrecht“ zeichnet sich durch besonderen Praxisbezug aus. Komplexe Fragestellungen werden anhand zahlreicher Praxisfälle erläutert. Derartige Fallbeispiele mit hoher Praxisrelevanz werden nunmehr in der ZWF fortlaufend gelöst und erläutert.Der nachfolgende Fall beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung dem Begriff des „Anzeigers“ bei einer Selbstanzeige zur Erfüllung der Täternennung gem § 29 Abs 5 FinStrG zukommt.

Selbstanzeigeerstattung im Umfeld einer Betriebsprüfung

Änderungen der Selbstanzeigebestimmung in § 29 FinStrG haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass Selbstanzeigen, die im Umfeld – somit vor, während oder nach – einer Betriebsprüfung erstattet werden, zu zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen führen können oder im schlimmsten Fall keine strafbefreiende Wirkung mehr entfalten. Dieser Beitrag geht auf ausgewählte, in der Praxis häufig vorkommende Teilaspekte näher ein.