Autor: Pia Meusburger

Zuordnung von Wirtschaftsgütern zum Betriebsvermögen des Gesellschafter-Geschäftsführers

SWK 29/2018, 1297

Mit Erkenntnis vom 25. 10. 1994, 94/14/0071, gelangte der VwGH zur Auffassung, dass die Beteiligung eines selbständigen Gesellschafter-Geschäftsführers an der führenden GmbH grundsätzlich nicht zum notwendigen Betriebsvermögen des Gesellschafters gehöre. Diese Rechtsauffassung betreffend die Zurechnung der Beteiligung und sonstiger Wirtschaftsgüter eines Gesellschafter-Geschäftsführers zu seinem Geschäftsführerbetrieb änderte sich mit Erkenntnis des VwGH vom 26. 7. 2017, Ra 2016/13/0020. Dieser Beitrag geht auf die Problematik der Zurechnung der Wirtschaftsgüter zum notwendigen Betriebsvermögen des Geschäftsführerbetriebs und die daraus resultierenden steuerrechtlichen Folgen ein. Aufgrund des Erkenntnisses wird es zu Einlagenvorgängen kommen, die wiederum mit den Fragen verbunden sind, wann der Einlagestichtag war und wie die Einlage zu bewerten ist. Des Weiteren ergeben sich steuerliche Konsequenzen im Fall von Beteiligungsschenkungen, Betriebsaufgabe und Betriebsveräußerung.

Steuerliche Behandlung der Einmalzahlung des Pensionsanspruchs

SWK 22/2018, 967

Vor seinem Erkenntnis vom 19. 4. 2018, Ro 2016/15/0017, lag keine klare und eindeutige Rechtsprechung des VwGH vor, ob eine Pensionsabfindung dem begünstigten Steuersatz nach § 37 EStG unterliegt. Nun schafft der Gerichtshof jedoch Rechtssicherheit und untermauert, dass eine aus einer Pensionszusage resultierende Forderung auf eine Kapitalleistung im Rahmen der Ermittlung des Übergangsgewinns miteinzubeziehen ist und somit progressionsbegünstigt besteuert werden kann. Dieser Beitrag arbeitet dieses VwGH-Erkenntnis auf und geht darauf ein, wie Pensionsverträge gestaltet werden müssen, damit auf die Pensionsabfindung der Hälftesteuersatz angewandt werden kann.