Autor: Kasper Dziurdź

Das Steuerkontrollsystem als große Chance für mehr Co‑operative Tax Compliance in Österreich

Zöchling/DziurdźSWK 26/2018, 1150

Mit der begleitenden Kontrolle wurde im Jahressteuergesetz 2018 ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen steuerlichen Verfahrensrecht gesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen beim Pilotprojekt „Horizontal Monitoring“ wurde dieses neue Instrument in der BAO verankert. Dies sollte aber nur der erste Schritt sein. Sofern Unternehmen freiwillig ein internes Steuerkontrollsystem (SKS) einrichten und dessen Wirksamkeit zertifizieren lassen, sollten sich daraus positive Effekte auch außerhalb der begleitenden Kontrolle ergeben.

Empfängerbenennung und der „freiwillige“ Zuschlag zur Körperschaftsteuer

DziurdźSWK 17/2018, 773

In der Körperschaftsteuererklärung findet sich die Kennzahl 849: „Es ist ein Zuschlag gemäß § 22 Abs. 3 in Höhe von 25% von folgendem Betrag zu entrichten.“ In der Praxis wird daher häufig ein Zuschlag zur Körperschaftsteuer für jene Beträge erklärt, bei denen zukünftig der Empfänger nicht benannt werden soll. Solange die Abgabenbehörde jedoch nicht konkret zur Empfängerbenennung auffordert, besteht nach § 22 Abs 3 KStG keine Verpflichtung, den Empfänger zu benennen oder bei beabsichtigter Nichtbenennung einen Zuschlag zur Körperschaftsteuer zu entrichten. Damit stellt sich die Frage, welche Vorteile es bringen kann, wenn in der Kennzahl 849 der Körperschaftsteuererklärung ein „freiwilliger“ Zuschlag zur Körperschaftsteuer erklärt wird.