Autor: Gerald Moser

Override-Verordnung bezüglich Neuberechnung aufgrund neuer Sterbetafeln

SWK 1/2019, 44

§ 222 Abs 3 UGB sieht seit der Änderung des UGB durch das RÄG 2014 die Möglichkeit vor, eine sogenannte Override-Verordnung zu erlassen, welche gültige Rechnungslegungsgrundsätze für definierte Sachverhalte außer Kraft setzt. Eine solche Verordnung wurde nunmehr aufgrund der Änderung der biometrischen Rechnungsgrundlagen und der dadurch notwendigen Zuführungen zu Pensionsrückstellungen, Abfertigungsrückstellungen oder Rückstellungen für die Verpflichtung zu einer Zuwendung anlässlich eines Dienstjubiläums erlassen und wird in der Folge dargestellt.

Widerlegung der Liebhabereivermutung

SWK 32/2018, 1402

Immobilieninvestments haben in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Im Regelfall werden einzelne Wohnungen zu Vermietungszwecken erworben. Damit bewegen sich die Anleger im „klassischen“ Bereich der sogenannten „kleinen Vermietung“, für die grundsätzlich gemäß LVO die Vermutung gilt, dass keine Einkunftsquelle vorliegt. Es steht dem Abgabepflichtigen aber frei, mittels einer sogenannten Prognoserechnung den Finanzbehörden nachzuweisen, dass eine Einkunftsquelle vorliegt. In zahlreichen BFG- bzw VwGH-Judikaten wird die Aussagekraft von vorgelegten Prognoserechnungen angezweifelt. Die Anforderungen an eine von der Finanzverwaltung anerkannte Prognoserechnung werden in der Folge detailliert erläutert.