Autor: Daniel Zehetner

Verrechnung von Leistungen bei einer gemischten Holding: Umsatzsteuer folgt Körperschaftsteuer

Zehetner

TPI 2018, 97

Gemischte Holdings erbringen neben dem Halten von Beteiligungen entgeltliche Leistungen an ihre Tochtergesellschaften und sind damit unternehmerisch tätig. Dabei gilt, dass die Entlastung von der Vorsteuer nur dann möglich ist, wenn die Eingangsleistungen unmittelbar mit Ausgangsumsätzen, die das Recht auf Vorsteuerabzug vermitteln, zusammenhängen. Ein Vorsteuerabzug ist jedoch auch möglich, wenn die Eingangsleistungen Kostenelemente der erbrachten Dienstleistungen sind. Für nicht verrechenbare allgemeine Aufwendungen wie zB „shareholder activities“ kann daher kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer gehen hier Hand in Hand und sind keinesfalls als isolierte Rechtsgebiete zu betrachten.