Autor: Christian Kandler

Rechnungszinsfuß für Pensionsrückstellungen, quo vadis?

Seit dem 2. Haushaltsstrukturgesetz (2. HStrukturG, dBGBl I 1981, 1523) ist im deutschen EStG zur Berechnung der Pensionsrückstellungen gem § 6a Abs 3 Satz 3 dEStG ein Rechnungszinsfuß iHv 6 % festgelegt. Die Abzinsung soll in typisierter Form den Stundungseffekt (Zinsvorteil) berücksichtigen, der durch den erst zukünftigen liquiden Abfluss bei Begleichung der Schuld entsteht. Die schon seit einiger Zeit anhaltende kritische Diskussion zur Zinshöhe in Zeiten der Niedrigzinsphase hat nun in Deutschland zu einer aktuellen Entscheidung des FG Köln (Beschluss vom 12. 10. 2017, 10 K 977/17) geführt, welches das Verfahren aussetzte, um den Rechnungszinsfuß gem § 6a Abs 3 Satz 3 dEStG vom BVerfG auf seine Verfassungsmäßigkeit prüfen zu lassen.