Alle Artikel in: Wirtschaft

Digitalisierungsstrategie in Steuerberatungskanzleien

SWK 20-21/2019, 913

Digitalisierung und Automatisierung sind heutzutage in aller Munde. Die Steuerfunktion steht vor der Herausforderung, praxisorientierte und innovative Lösungen für die Gestaltung zukunftsorientierter und moderner Steuerprozesse mittels Digitalisierung und Automatisierung zu implementieren. Damit die Steuerfunktion vom digitalen Wandel profitieren kann, bedarf es langfristig einer grundlegenden Transformation der Unternehmensstruktur. Hier lautet das Stichwort: Digitalisierungsstrategie. Eine Digitalisierungsstrategie kann nur Erfolg haben, wenn sie klar definiert und koordiniert wird und auf die Kultur und Personen zugeschnitten ist. Die wesentlichen Ziele einer Digitalisierungsstrategie im Steuerbereich sind breit gefächert: Ein leistungsfähiges steuerliches Risikomanagement ist von hoher Wichtigkeit, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und effizient zu überwachen. Auch geht es um die Schaffung einheitlicher Prozesse (Prozessstandardisierung) und einer einheitlichen strukturierten Datenbasis. Durch eine Digitalisierungsstrategie soll auch eine effiziente Kommunikation mit den Finanzverwaltungen ermöglicht werden. Schlussendlich geht es natürlich auch um die Erzielung von Kosteneffizienz.

Wettengesetze aktuell – immer Bewegung in der Branche!

SWK 20-21/2019, 922

Das Wettwesen ist nach den Vorgaben unserer Bundesverfassung (B-VG) landesgesetzlich zu regeln. Die Bundesländer – ausgenommen Burgenland – haben mittlerweile entsprechende moderne Regelungen erlassen, die in kurzen Zeitabständen immer wieder in nicht unbeträchtlichem Umfang abgeändert werden, wobei zweifellos politische Vorgaben maßgebend sind. Dieser Beitrag setzt bei vorangegangenen fort und beleuchtet die jüngsten Adaptierungen.

Gerichtliche Zuständigkeit bei Verstößen gegen den Datenschutz

SWK 20-21/2019, 912

(S. M.) – Seit Inkrafttreten der DSGVO am 25. 5. 2018 ist das öffentliche Bewusstsein für Datenschutz, nicht zuletzt dank intensiver medialer Berichterstattung, spürbar gestiegen. Verstöße werden zunehmend geltend gemacht. Doch wer ist für die Entscheidung über individuelle Ansprüche zuständig? Unlängst hatte der OGH Gelegenheit, ua diese Frage zu klären (OGH 23. 5. 2019, 6 Ob 91/19d).

Der lange Weg zu ausgeglichenen Haushalten

SWK 20-21/2019, 906

Ende Juni veröffentlichte der Rechnungshof den Rechnungsabschluss des Bundes für das Jahr 2018. Sowohl die Ergebnisrechnung (Ausgleich zwischen Erträgen und Aufwendungen) als auch die Finanzierungsrechnung (Ausgleich zwischen Einzahlungen und Auszahlungen) weisen – wie schon in den Vorjahren – negative Salden auf. Das Nettoergebnis (Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen) beträgt –523,68 Mio Euro, der Nettofinanzierungssaldo wird mit –1.104,18 Mio Euro ausgewiesen. Beide Salden weichen stark von den budgetierten Werten ab, fielen jedoch günstiger aus als geplant. Im Hinblick auf das parlamentarische Geschehen bis zur Neuwahl im Herbst und dessen finanzielle Folgen erscheint es fraglich, ob der im Vorjahr erklärte politische Wille, ein „Nulldefizit“ schon 2019 und in den Folgejahren zu erreichen, umgesetzt werden kann.
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Eurostat: Arbeitslosenquote im Euroraum bei 7,5 %

Im Euroraum (ER19) lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Mai 2019 bei 7,5 %. Damit verzeichnete sie einen Rückgang gegenüber 7,6 % im April 2019 sowie 8,3 % im Mai 2018. Das ist die niedrigste Quote, die seit Juli 2008 im Euroraum verzeichnet wurde. In der EU28 lag die Arbeitslosenquote im Mai 2019 bei 6,3 %.

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2018: Euro die am häufigsten verwendete Währung bei EU-Ausfuhren, US-Dollar bei EU-Einfuhren

Die von der EU eingeführten und ausgeführten Waren können in einer Reihe von Währungen in Rechnung gestellt werden. Im Jahr 2018 war der Euro mit einem Anteil von 48 % am Gesamtwert der in Drittländer ausgeführten Waren die am häufigsten verwendete Währung bei den EU-Ausfuhren, während ein Anteil von 35 % auf den US-Dollar entfiel. Bei den Einfuhren stellte sich das Bild umgekehrt dar: 56 % der Einfuhren wurden in US-Dollar getätigt und rund ein Drittel in Euro (35 %). Beim gesamten Warenverkehr wurde der US-Dollar (45 %) etwas häufiger verwendet als der Euro (41 %).

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BFG: Zuordnung eines als Obstgarten und als Kartoffelacker genutzten Grundstückes zum Grundvermögen

Nach den Angaben des Beschwerdeführers wird ein ca 4.000 m² großes Grundstück als Obstgarten und als Kartoffelacker genutzt. Trotzdem kann dieses Grundstück nicht dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen zugeordnet werden, da die Zuordnung zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen einen landwirtschaftlichen Betrieb voraussetzt.

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OECD: Weltwirtschaft bleibt schwach, gedämpfter Handel drückt aufs Wachstum

Die Weltwirtschaft wächst seit Ende 2018 deutlich langsamer und stabilisiert sich jetzt auf moderatem Niveau. Eskalierende Handelskonflikte und gefährliche Schwachstellen im Finanzsystem könnten die Weltwirtschaft aber weiter schwächen, indem sie Vertrauen und Investitionen untergraben. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle OECD-Wirtschaftsausblick, der am 21. 5. 2019 vorgestellt wurde.

Override-Verordnung und Anti-Gold-Plating-Gesetz 2019

SWK 14-15/2019, 702

Das dritte Buch des UGB wurde durch das Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014 (RÄG 2014) und das Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016 (APRÄG 2016) umfassend geändert. Die Änderungen beruhten größtenteils auf den Vorgaben der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU. Bei bestimmten Rechnungslegungsvorschriften ist es in der Praxis zu Anwendungsschwierigkeiten gekommen, die zum Teil auf die über die europarechtlichen Mindestvorgaben hinausgehenden Umsetzungen in nationales Recht zurückzuführen sind. Mit dem Anti-Gold-Plating-Gesetz 2019 sollen vorrangig überschießende Regelungen bzw unklare Formulierungen zurückgenommen bzw sprachlich klarstellend verbessert werden. Zudem ist mit 20. 11. 2018 die (neue) Override-Verordnung iSd § 222 Abs 3 UGB hinsichtlich der Anpassung der Sterbetafeln, die für die Personalrückstellungen von Bedeutung sind, in Kraft getreten.