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Crowdinvesting: Alternative Finanzierungsmodelle für KMU

Traditionell ist die Abhängigkeit der KMU von Bankkrediten sehr hoch. Für Unternehmer bedeutet dies ein nicht unerhebliches Risiko, da Banken als Folge der globalen Finanzkrise heute strenger reguliert werden und in ihrer Kreditvergabe zurückhaltender sind. Hier bietet sich Crowdinvesting als alternative Finanzierungsart an, die Unternehmern darüber hinaus erheblichen Zusatznutzen insbesondere in den Bereichen Marketing und Vertrieb verspricht.

Die zeitliche Nachhaftungsbeschränkung aus Sicht des Praktikers

SchmidtSWK 20-21/2018, 947

§ 15 Abs 1 SpaltG sieht keine zeitliche Beschränkung der Haftung der an der Spaltung beteiligten Gesellschaften vor. Teile der Lehre fordern eine analoge Anwendung der §§ 39 und 160 UGB. Die Judikatur greift die Analogie zwar in Einzelfällen auf, bietet für den Rechtsanwender aber nur eine eingeschränkte Orientierungshilfe.

Verbot des „Pflegeregresses“ auch bei Sachverhalten vor 1. 1. 2018

SWK 18/2018, 835

Seit 1. 1. 2018 ist ein Zugriff auf das Vermögen von in stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommenen Personen, ihren Angehörigen und Erben oder Geschenknehmern zur Abdeckung der Pflegekosten nicht mehr zulässig. Dieses Verbot des sogenannten „Pflegeregresses“ kommt auch dann zum Tragen, wenn die Ersatzforderung auf einer stationären Aufnahme beruht, die zu Leistungen des Sozialhilfeträgers vor dem 1. 1. 2018 geführt hat (OGH 30. 4. 2018, 1 Ob 62/18a).

Feiertagsentgelt hat Vorrang vor Krankenentgelt

SWK 18/2018, 834

In einem Verfahren vor dem OGH war fraglich, welche Regelung anzuwenden ist, wenn die Entgeltfortzahlungstatbestände nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) und dem Arbeitsruhegesetz (ARG) zusammentreffen. Ein Arbeitnehmer ist an einem Feiertag krank: Ist dieser Feiertag bei der Maximaldauer des Entgeltfortzahlungsanspruchs einzurechnen, oder schiebt er das Ende der Entgeltfortzahlung um einen Tag hinaus?Der OGH hat entschieden, dass dem Arbeitnehmer Feiertagsentgelt nach dem ARG – und nicht Krankenentgelt nach dem EFZG – gebührt (OGH 21. 3. 2018, 9 ObA 13/18d).

Bilanzpolitik

BaumüllerSWK 18/2018, 829

In Literatur und Praxis findet man regelmäßig (betriebs)wirtschaftliche Fachbegriffe, die zunächst vertraut wirken und die man selbst mitunter laufend verwendet. Dies bewahrt jedoch nicht vor Unschärfen, Fallstricken und Fehlannahmen. Dieses Glossar hat es sich zum Ziel gesetzt, wichtige Begriffe der (Betriebs-)Wirtschaft für den täglichen Gebrauch auf den Punkt zu bringen.
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Verbot des „Pflegeregresses“ auch bei Sachverhalten vor 1. 1. 2018

Seit 1. 1. 2018 ist ein Zugriff auf das Vermögen von in stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommenen Personen, ihren Angehörigen und Erben oder Geschenknehmern zur Abdeckung der Pflegekosten nicht mehr zulässig. Dieses Verbot des sogenannten „Pflegeregresses“ kommt auch dann zum Tragen, wenn die Ersatzforderung auf einer stationären Aufnahme beruht, die zu Leistungen des Sozialhilfeträgers vor dem 1. 1. 2018 geführt hat.

Neuerungen bei durch Versicherungslösungen rückgedeckten direkten Pensionsverpflichtungen (Teil II)

ReindlSWK 17/2018, 789

Wie bereits in Teil I dargelegt, sieht die AFRAC-Stellungnahme 27: Personalrückstellungen (UGB) (März 2018) unter gewissen Voraussetzungen eine Anrechnung von Ansprüchen (Deckungskapitalien) aus Rückdeckungsversicherungen auf die Gesamtschuld oder aber eine Bewertung der Gesamtschuld mit diesen Ansprüchen vor. An dieser Stelle soll aufgezeigt werden, welche Kriterien die Rückdeckung zu erfüllen hat, um als Bewertungsmaßstab für die Gesamtschuld geeignet zu sein, und was es im Besonderen zu beachten gilt. Zudem erfolgt ein kurzer Blick auf die steuerlichen Vorgaben und etwaige Lösungswege.

Neuerungen bei durch Versicherungslösungen rückgedeckten direkten Pensionsverpflichtungen (Teil I)

ReindlSWK 16/2018, 742

Die AFRAC-Stellungnahme 27: Personalrückstellungen (UGB) (März 2018) wertet Versicherungslösungen zur Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen bilanzierender Unternehmen wesentlich auf. Von der Möglichkeit der Saldierung von Aktiva und Passiva bis zum Entfall der „klassischen“ Rückstellungsberechnung im UGB kann damit, neben rein optischen Aspekten, auch eine Kostenersparnis bzw Eliminierung des Zinsrisikos einhergehen. Dass die Neuerungen und die Anwendung dieser aber gebieten, bei der Pensionszusage und der Versicherungslösung besondere Obacht walten zu lassen, wird in einer zweiteiligen Beitragsserie im Überblick dargelegt.

Der Richtlinienentwurf über Verbandsklagen zum Schutz der Kollektivinteressen der Verbraucher

SchuschniggSWK 16/2018, 749

Die Europäische Kommission hat am 11. 4. 2018 im Rahmen des „New Deal for Consumers“ ihren lange angekündigten Vorschlag für eine Richtlinie über Verbandsklagen veröffentlicht. Nach der Kommission ist das Ziel dieser Richtlinie, die Unterlassungsverfahren wirksamer zu machen und dazu beizutragen, die Folgen von Verstößen gegen das Unionsrecht zu beseitigen, die sich auf die Kollektivinteressen der Verbraucher auswirken.Offenkundiges Ziel der Europäischen Kommission ist es, Instrumente für Klagen gegen „große“ Unternehmen zu schaffen. Nach dem Entwurf kann allerdings jedes Unternehmen und auch jeder Unternehmer Angriffsziel einer Verbandsklage sein. Der Richtlinienvorschlag ist vollkommen unausgewogen, krass unternehmensfeindlich und verstößt mehrfach gegen die Grundrechte.