Alle Artikel in: Wirtschaft

Wesentlichkeit

BaumüllerSWK 27/2018, 1225

In Literatur und Praxis findet man regelmäßig (betriebs)wirtschaftliche Fachbegriffe, die zunächst vertraut wirken und die man selbst mitunter laufend verwendet. Dies bewahrt jedoch nicht vor Unschärfen, Fallstricken und Fehlannahmen. Dieses Glossar hat es sich zum Ziel gesetzt, wichtige Begriffe der (Betriebs-)Wirtschaft für den täglichen Gebrauch auf den Punkt zu bringen.

Die Stellung des Wirtschaftstreuhänders im Anwendungsbereich der DSGVO

HüblSWK 27/2018, 1218

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) vertrat bereits lange vor dem 25. 5. 2018 die Meinung, dass der Wirtschaftstreuhänder aufgrund seiner berufsrechtlichen Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit als Verantwortlicher iSd DSGVO zu qualifizieren ist. Diese Rechtsansicht wurde von Seiten der Datenschutzbehörde – wenn auch in einer Entscheidung zur Rechtslage vor dem 25. 5. 2018 – bestätigt. Dabei hat die Datenschutzbehörde die Eigenverantwortlichkeit des Wirtschaftstreuhänders als ein zentrales Argument der Entscheidung herangezogen. Auch hat sie klargestellt, dass sie der Ansicht der KSW in jenem Bereich teilt, der die „standesrechtliche Tätigkeit“ des Wirtschaftstreuhänders betrifft. Dies ist eine eingehendere Untersuchung wert.

Die Novelle zum Wiener Wettengesetz 2018

VöglSWK 26/2018, 1180

In SWK 23/24/2017 setzte sich der Autor kritisch mit dem neuen Wiener Wettengesetz (Wiener WettenG) und seiner ersten, bereits kurz nach Inkrafttreten nachgeschobenen Novelle auseinander. So sehr eine zeitgemäße Regelung dieses sensiblen Bereichs zu begrüßen war, so kritisch fiel der Befund angesichts der „Gesetzesvollziehung“ des Magistrats der Stadt Wien aus.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses in der Krise

SchmidlSWK 25/2018, 1135

Die Annahme der Unternehmensfortführung („Going-Concern-Prämisse“) ist ein zentraler Bewertungsgrundsatz bei der Aufstellung von Jahresabschlüssen nach dem UGB. Gerade in der Unternehmenskrise, die bereits weit vor einem negativen Eigenkapital beginnt, gehört die Beurteilung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung, aber auch die ordnungsgemäße Berichterstattung in diesem Zusammenhang zu den komplexesten Themen der Rechnungslegung.

Attraktivitätsmerkmale von Steuerberatern aus Sicht der Klienten

Angerer/Hadl/GrünbichlerSWK 25/2018, 1140

Kundenakquisition und Kundenbindung sind wichtige Bestandteile erfolgreicher unternehmerischer Tätigkeit. Insb bei Dienstleistungsunternehmen gestaltet sich das Marketing herausfordernd, weil es sich bei der Leistung um ein immaterielles Gut handelt, dessen Qualität subjektiv durch den Kunden wahrgenommen wird. Speziell die Leistungen von Steuerberatern zeichnen sich durch einen hohen Anteil an sogenannten Vertrauenseigenschaften bei der Qualitätsbeurteilung aus. In diesem Zusammenhang kommt den Erwartungen der Klienten und der Kommunikation, insb im Hinblick auf das Leistungsangebot, eine entscheidende Rolle zu. In einer von PwC Steiermark und FH CAMPUS 02 durchgeführten empirischen Erhebung wurde untersucht, welche Erwartungen Klienten an Steuerberater stellen und welche Faktoren die steuerliche Vertretung aus Sicht der Klienten attraktiv erscheinen lassen. In diesem Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse der Erhebung vorgestellt.

Auf dem Weg zum Nulldefizit?

SchauerSWK 23-24/2018, 1101

Mit der Beschlussfassung über das Doppelbudget 2018/2019 wurde für 2019 erstmals nach langen Jahren ein „Nulldefizit“ (Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen iHv 514,7 Mio Euro) in die Planung aufgenommen. In Anbetracht des im Rechnungsabschluss des Bundes 2017 in der Finanzierungsrechnung ausgewiesenen Abgangs von –6.872,6 Mio Euro (das sind knapp 10 % der Einzahlungen) erscheint dieses Ziel sehr ambitioniert. In der politischen Diskussion bleibt weiterhin unberücksichtigt, dass mit dem BHG 2013 neben dem Finanzierungshaushalt auch der Ergebnishaushalt zu planen und abzurechnen ist. Für 2019 weist der Ergebnisvoranschlag ein Nettoergebnis von –2.271,6 Mio Euro aus, in der Ergebnisrechnung 2017 scheint ein Saldo von –1.646,3 Mio Euro auf, ein ausgeglichenes Ergebnis wurde noch nie erreicht. Dem Nachweis der Erträge und Aufwendungen und damit der jährlichen Substanzveränderung wird weiterhin keine gebührende Beachtung beigemessen.

Die „Size Premium“

Hadl/BenediktSWK 22/2018, 988

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit dem theoretischen Konzept der „Size Premium“ in der Unternehmensbewertung und dessen empirischer Belastbarkeit. Dazu werden die wesentlichen Erklärungshypothesen erläutert und mit Studien wider- bzw belegt, woraus ein entsprechender Schluss für die Anwendbarkeit des Konzepts in einer Lege-artis-Bewertung gezogen werden kann.
(Bild: © iStock)

Crowdinvesting: Alternative Finanzierungsmodelle für KMU

Traditionell ist die Abhängigkeit der KMU von Bankkrediten sehr hoch. Für Unternehmer bedeutet dies ein nicht unerhebliches Risiko, da Banken als Folge der globalen Finanzkrise heute strenger reguliert werden und in ihrer Kreditvergabe zurückhaltender sind. Hier bietet sich Crowdinvesting als alternative Finanzierungsart an, die Unternehmern darüber hinaus erheblichen Zusatznutzen insbesondere in den Bereichen Marketing und Vertrieb verspricht.

Die zeitliche Nachhaftungsbeschränkung aus Sicht des Praktikers

SchmidtSWK 20-21/2018, 947

§ 15 Abs 1 SpaltG sieht keine zeitliche Beschränkung der Haftung der an der Spaltung beteiligten Gesellschaften vor. Teile der Lehre fordern eine analoge Anwendung der §§ 39 und 160 UGB. Die Judikatur greift die Analogie zwar in Einzelfällen auf, bietet für den Rechtsanwender aber nur eine eingeschränkte Orientierungshilfe.