Alle Artikel in: Tagesfragen

Die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter

SWK 33/2019, 1418

Im Rahmen des Ministerratsvortrags vom 1. 5. 2019 wurden die wesentlichen Eckpfeiler der geplanten Steuerreform präsentiert, deren Maßnahmen nun partiell im Steuerreformgesetz 2020 (StRefG 2020) beschlossen wurden. Einen Bestandteil des StRefG 2020 bildet die Erhöhung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) in § 13 EStG. Claudia Gattringer beschäftigt sich mit den steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Konsequenzen, die eine Anhebung der GWG-Grenze mit sich bringt.

Novelle des WiEReG aufgrund der 5. Geldwäscherichtlinie

SWK 33/2019, 1424

Die Umsetzung der 5. Geldwäscherichtlinie im WiEReG bringt wesentliche Änderungen sowohl für Rechtsträger als auch für berufsmäßige Parteienvertreter. Insbesondere durch die Einführung einer jährlichen Meldepflicht für die Rechtsträger wird der Dienstleistungsbedarf der Klienten im Bereich des WiEReG voraussichtlich steigen. Alexander Peschetz und Katharina Peschetz geben einen Überblick über die wesentlichen Änderungen im Zuge der Umsetzung der 5. Geldwäscherichtlinie und deren Implikationen für die Beratungspraxis.

Praxisfragen zu Beschwerdezinsen

SWK 32/2019, 1382

Seit 1. 1. 2012 besteht die Möglichkeit, Beschwerdezinsen als Alternative zur Aussetzung der Einhebung für ein Bescheidbeschwerdeverfahren zu beantragen. Der folgende Praxisfall zeigt dabei, dass der Verzinsungszeitraum bereits lange vor Beginn des Beschwerdeverfahrens angesetzt werden kann und dass die Bemessungsgrundlagen für Beschwerdezinsen erheblich von den der Aussetzung der Einhebung zugänglichen Beträgen abweichen können. Dies wird im Folgenden anhand eines Praxisfalls erläutert.

Die Neuregelung der Kfz-Besteuerung 2020

SWK 31/2019, 1346

Im Jahr 2020 wird die größte Reform der Kfz-Besteuerung seit Längerem wirksam. Der nachstehende Beitrag skizziert die beschlossenen Änderungen bei Normverbrauchsabgabe und motorbezogener Versicherungssteuer und vergleicht die Steuerbelastung für gängige Fahrzeugmodelle vor und nach Inkrafttreten der Neuregelung. Da die Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer zukünftig für die gesamte Lebensdauer des Kfz von der Rechtslage im Zeitpunkt der Erstzulassung abhängt, kann eine gezielte Wahl des Zulassungszeitpunkts im Jahr 2020 eine deutliche jährliche Steuerersparnis bedeuten.

Der Umsatz als maßgebende Größe für die Betriebsausgabenpauschalierungen im EStG

SWK 30/2019, 1306

Im Rahmen der Steuerreform 2020 soll im Interesse einer Reduktion administrativer Lasten eine zusätzliche einfache Pauschalierung für Steuerpflichtige mit niedrigen Umsätzen durch Einführung eines § 17 Abs 3a EStG geschaffen werden. Ausgangspunkt ist die vom Gesetzgeber festgestellte Tatsache, dass das EStG keine Sondervorschriften für Kleinunternehmer enthält. Dabei ist die Wahl des Begriffs „Kleinunternehmer“ als Eckpunkt des StRefG 2020 verfänglich, da die Ermittlung des maßgebenden Umsatzes im Vergleich zur parallelen Regelung des UStG nicht einheitlich erfolgt.

Neue Gewinnbesteuerung für multinationale Konzerne

SWK 30/2019, 1316

(SWK) – Im Zuge der anhaltenden Diskussion über die Besteuerung der digital(isiert)en Wirtschaft hat die OECD am 9. 10. 2019 einen neuen Vorschlag präsentiert. Hinter diesem „einheitlichen Ansatz“ verbirgt sich nichts weniger als ein Systemwechsel weg vom Ansässigkeitsprinzip hin zur verstärkten Besteuerung in den Absatzmärkten. Das OECD-Papier nimmt multinationale Konzerne über die „digital economy“ hinaus ins Visier. Viele Fragen zur genauen Ausgestaltung sind noch offen. Das ambitionierte Ziel ist eine globale Einigung möglichst früh 2020, um nationale Alleingänge (wie zB in Frankreich bzw Großbritannien oder auch – deutlich sanfter – in Österreich mit dem kürzlich beschlossenen Digitalsteuerpaket) hintanzuhalten.

Fünf Jahre Finanzgerichtsbarkeit in Österreich

SWK 30/2019, 1315

Anlässlich des mittlerweile mehr als fünfjährigen Bestehens des BFG veranstaltete die Vereinigung der Finanzrichterinnen und Finanzrichter (FRV) am 19. und 20. 9. 2019 das Symposion „Fünf Jahre Finanzgerichtsbarkeit in Österreich“ in Pörtschach am Wörthersee. Die rund 90 Teilnehmer der Veranstaltung kamen aus dem Kreise der Richterinnen und Richter des BFG, aber auch anderer Verwaltungsgerichte, der Universitätsprofessoren, der beratenden Berufe, der Wirtschaft und des BMF.

Anpassung der Bewertung von Sachspenden erforderlich?

SWK 29/2019, 1274

Sachspenden aus dem Betriebsvermögen sind wie Geldspenden bis zu 10 % des Jahresgewinns steuerlich abzugsfähig. Als Betriebsausgabe abzugsfähig ist der gemeine Wert der gespendeten Sache im Zeitpunkt der Spende. Ist dieser höher als der Buchwert, kommt es zu keiner Realisierung stiller Reserven. Spätestens aufgrund der Anhebung der Anschaffungskostengrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter mit dem Steuerreformgesetz 2020 (StRefG 2020) sollte diese Regelung aber überdacht werden, weil sonst ungewollte Steuervorteile generiert werden könnten.