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Firmenwertabschreibung und Fremdkapitalzinsenabzug bei gestaffeltem Konzernerwerb zulässig

SWK 34-35/2018, 1521

Im Falle einer „aufgespaltenen Konzernübernahme“ (Konzernerwerb, bei dem zunächst die inländischen Beteiligungen und erst danach die restlichen Konzerngesellschaften erworben werden) ist nach Beurteilung durch das BFG – entgegen Rz 1127 bzw Rz 1266af KStR 2013 – die Absetzung einer Firmenwertabschreibung nach § 9 Abs 7 KStG (bei vor dem 1. 3. 2014 angeschafften Beteiligungen) sowie angefallener Fremdkapitalzinsen grundsätzlich zulässig.

Betriebsaufgabe und -übertragung eines Freiberuflers

SWK 34-35/2018, 1509

„Freiberufler“ sind vielseitig tätig, etwa im Gesundheitswesen, als Techniker, Berater oder Künstler. Gemeinsam ist diesen Berufen, dass sie vorrangig auf persönlichem Know-how und individuellen Fähigkeiten beruhen. Fast jeder Freiberufler muss sich aber in seiner unternehmerischen Laufbahn auch mit deren Ende und Bemühungen auseinandersetzen, diesen finalen Schritt möglichst „steueroptimal“ zu gestalten. Ein aktuelles Werk stellt diese Situation umfassend und praxisnahe dar. Einige für Freiberufler typische Aspekte daraus seien im Folgenden beleuchtet.

Nochmals: Akteneinsicht im verwaltungsgerichtlichen Verfahren

SWK 34-35/2018, 1537

Knechtl hat sich in SWK-Heft 27/2018, 1211 ff, mit der Frage befasst, wer über die Einsicht in Akten der Abgabenbehörde entscheidet, „wenn diese Akten bereits dem Verwaltungsgericht vorgelegt wurden“, und ist zu dem Schluss gekommen, dass das BFG die Entscheidung über die Akteneinsicht, auch bezüglich Aktenteile der Abgabenbehörde, treffen muss. Dabei ist jedoch der Aspekt zu kurz gekommen, dass die vom Finanzamt geführten Akten nicht körperlich, sondern unter Auswahl der (für den Beschwerdefall relevanten) Aktenteile durch das Finanzamt in elektronischer Form vorgelegt werden und solcherart in der Praxis den Grundstock für einen eigenständigen vom BFG zum Beschwerdeverfahren geführten Akt bilden, wohingegen die vom Finanzamt geführten Akten des Abgabenverfahrens physisch bei diesem verbleiben.
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UStR 2000: laufende Wartung 2018

Im Rahmen der laufenden Wartung wurden insbesondere die aktuelle Judikatur der Höchstgerichte (VwGH/EuGH) sowie Änderungen durch das Bundesgesetz mit dem das Umsatzsteuergesetz 1994 geändert wird und das JStG 2018 eingearbeitet. Darüber hinaus wurden in Umsetzung der RL (EU) 2016/1065 Begriffsbestimmungen und Klarstellungen zur Behandlung von Gutscheinen sowie Hinweise auf das Inkrafttreten dieser Neuaussagen aufgenommen, Ausführungen angepasst und Aussagen/Abschnitte der UStR 2000 zur überholten Rechtslage gestrichen.

Treuhandgeldverbindlichkeit

Abweisung beantragter nachträglicher Betriebsausgaben nach § 32 Z 2 EStG 1988

Fremdgelder, über die dem Treuhänder keine Verfügungsgewalt eingeräumt wurde, sind nicht dem Betriebsvermögen seines Unternehmens zugehörig. Derartige Geldbeträge sind in der Gewinnermittlung nicht auszuweisen. Ihrer Aufnahme in die Bilanz kommt bei der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs 1 EStG die Funktion einer (gewinnneutralen) Evidenzierung zu.

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„Aufgespaltene Konzernübernahme“: Absetzung von Firmenwertabschreibung und Fremdkapitalzinsen zulässig

Im Falle einer „aufgespaltenen Konzernübernahme“ (Konzernerwerb, bei dem zunächst die inländischen Beteiligungen und erst danach die restlichen Konzerngesellschaften erworben werden) ist nach Beurteilung durch das Bundesfinanzgericht – entgegen Rz 1127 bzw Rz 1266af der KStR 2013 – die Absetzung einer Firmenwertabschreibung nach § 9 Abs 7 KStG sowie angefallener Fremdkapitalzinsen grundsätzlich zulässig.