Alle Artikel in: Personalverrechnung

Kompetenzen der Steuerberater

PV-Info 3/2019, 2

Mit dem Wirtschaftstreuhandberufsgesetz (WTBG) 2017 (BGBl I 2017/137) wurden die Kompetenzen der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer auf eine neue gesetzliche Basis gestellt. Die Vorgängerregelungen des WTBG 1999 wurden dabei teilweise übernommen, zum Teil ist die Neuregelung aber auch mit inhaltlichen Änderungen verbunden. Die Auslegung dieser Kompetenztatbestände ist in der Praxis manchmal unklar und punktuell auch durch Erlass geregelt.

EuGH zur Sozialversicherungspflicht entsandter Arbeitnehmer – Auslegung des Ablöseverbots und Bindungswirkung eines A1

PV-Info 3/2019, 21

Der EuGH hat nun klargestellt, wie das Ablöseverbot gemäß Art 12 Abs 1 Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit zu verstehen ist: Es kommt dabei nicht darauf an, ob die betroffenen Arbeitnehmer für den selben Arbeitgeber tätig sind, und auch nicht, ob die jeweiligen Arbeitgeber ihren Sitz in demselben Mitgliedstaat haben oder ob es zwischen ihnen eine personelle oder organisatorische Verflechtung gibt. Ausschlaggebend ist lediglich, ob der entsandte Arbeitnehmer einen anderen entsandten Arbeitnehmer ablöst oder nicht – unabhängig davon, für wen er arbeitet. Zusätzlich sprach der EuGH aus, dass die Ausstellung einer A1-Bescheinigung bis zum Zeitpunkt des Widerrufs oder der Ungültigkeitserklärung durch den ausstellenden SV-Träger auch die Gerichte des Aufnahmestaates bindet (EuGH 6. 9. 2018, C-527/16, Alpenrindua).

Ermittlung der Einkünfte und Kosten der doppelten Haushaltsführung bei konzerninterner Entsendung in die USA

PV-Info 3/2019, 18

Bei Vorliegen einer echten Nettolohnvereinbarung ist die Hypotax als fiktive und hypothetische Einkommensteuer ein rechnerisches Element und nur ein vom Arbeitgeber getragener Unterschiedsbetrag zur tatsächlichen höheren Steuer im Ausland ist steuerpflichtiger Arbeitslohn. Sind die tatsächlichen Kosten der doppelten Haushaltsführung so hoch, dass es sich nicht mehr um „notwendige“ Mehraufwendungen handelt, ist die Ermittlung fiktiver (Miet-)Kosten geboten (BFG 5. 2. 2018, RV/5100934/2015).

Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (Teil 4) – das neue Clearingsystem

PV-Info 2/2019, 2

Derzeit erfolgt die Abklärung von Differenzen zwischen der Gebietskrankenkasse (GKK) und dem Dienstgeber auf telefonischem oder schriftlichem Wege zwischen den jeweiligen Sachbearbeitern und den Personalverrechnern. Dieser Prozess wird seit 1. 1. 2019 durch das neue elektronische Clearingsystem ersetzt, wodurch ein noch nie dagewesener Automatisierungsgrad erreicht wird. Clearingfälle werden mit Referenzwerten und Erklärungen vollelektronisch an das Lohnsoftwareprogramm retourniert und können dort automatisiert verarbeitet werden, sodass insgesamt eine Minimierung von Kontaktaufnahmen der Sachbearbeiter auf Dienstgeber- sowie GKK-Seite erreicht werden kann. Der vierte Teil der mBGM-Serie (siehe Artner in PV-Info 11/2018, Seite 2 ff [Teil 1], PV-Info 12/2018, Seite 3 ff [Teil 2], sowie PV-Info 1/2019, Seite 2 ff [Teil 3]) wirft einen Blick auf einen wesentlichen Bestandteil der tiefgreifenden Umstellung auf die versichertenbezogenen mBGM – die Einführung eines vollelektronischen Verständigungsprozesses, des sogenannten SV-Clearingsystems.

Meldung und Abrechnung nebenberuflicher Trainer im Erwachsenenbildungsbereich

PV-Info 2/2019, 7

Durch die Einführung der mBGM ändern sich ab 1. 1. 2019 die sozialversicherungsrechtlichen Regeln für nebenberufliche Lehrende und Vortragende, die dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) unterliegen – das sind in der Regel freie Dienstnehmer und lohnsteuerpflichtige Lehrende. Durch die verpflichtende monatliche Abrechnung wird es keinen halbjährlichen Durchrechnungszeitraum pro Bildungshalbjahr mehr geben. Das bedeutet, dass auch keine nachträglichen Meldungen mehr möglich sind. In diesem Beitrag werden die Änderungen durch Praxisbeispiele im Detail veranschaulicht.