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Gesetzgeber macht Weg zur Arbeitszeitflexibilisierung frei

Die von der Koalitionsparteien initiierten neuen Arbeitszeitregeln werden bereits ab September gelten. Einen entsprechenden Beschluss hat der Nationalrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 5. 7. 2018 gefasst. Demnach ist es künftig möglich, bis zu 12 Stunden am Tag und bis zu 60 Stunden in der Woche zu arbeiten. Arbeitnehmer können eine 11. und 12. Arbeitsstunde allerdings ohne Angaben von Gründen ablehnen.

Unfallversicherungsschutz bei Bewerbung in exponiertem Gelände

GerhartlASoK 2018, 261

Verunfallt ein Arbeitsloser auf dem Weg zu einem Bewerbungsgespräch, stellt sich sowohl die Frage nach dem prinzipiellen Bestehen eines Versicherungsschutzes als (bejahendenfalls) auch nach dessen Reichweite. Diese Problemstellung verschärft sich, wenn der potenzielle Arbeitsplatz in unwegsamem Gelände liegt (zB Almhütte) und daher im Zusammenhang mit dem Unfall auch (beträchtliche) Transportkosten (zB Hubschraubereinsatz) entstehen.

I. Arbeitszeitflexibilisierung

ASoK 2018, 268

1. Zusätzliche Ausnahmen vom Geltungsbereich | Seite 269 2. Übertragung von Zeitguthaben und Zeitschulden | 3. Ausdehnung der täglichen Normalarbeitszeit bei Gleitzeit | 4. Erhöhung der Grenzen für die tägliche und wöchentliche Höchstarbeitszeit | 5. Vereinfachung der Überstundenregelung | 6. Wahlrecht bei zusätzlichen Überstunden | 7. Verkürzung der täglichen Ruhezeiten im Hotel- und Gastgewerbe | 8. Zusätzliche Ausnahmen von der Wochenend- und Feiertagsruhe | 9. Inkrafttreten