Alle Artikel in: Sachgebiete

Zweitägiges Treffen nördlich von Paris - Auch künftige IWF-Führung dürfte Thema sein. (Bild: © iStock)

G-7-Finanzminister sprechen über Konzernsteuern und Facebook-Währung

Chantilly (APA/dpa) – Wie viel Steuern müssen große Unternehmen zahlen – und wo bittet man Internetriesen wie Google oder Amazon zur Kasse? Die führenden Wirtschaftsmächte wollen eine radikale globale Steuerreform – darüber diskutieren von Mittwoch (12.30 Uhr) an die Finanzminister und Notenbankchefs der G-7-Länder. Bei dem Treffen nördlich von Paris will Gastgeber Frankreich auch Streitigkeiten mit den USA ausräumen.

Das Bundesfinanzgericht in Wien. (Bild: © Linde Verlag)

BFG: Pauschbetrag für auswärtige Berufsausbildung

Bei Auslegung des Tatbestandsmerkmales „entsprechende Ausbildungsmöglichkeit iSd § 34 Abs 8 EStG 1988“ ist auf einen gleichartigen Ausbildungsabschluss und auf die Vergleichbarkeit der Ausbildung ihrer Art nach abzustellen. Der Ausbildungsabschluss (Facharbeiterbrief) an der landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) „Buchhof“ mit der Fachrichtung „Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement“ in Wolfsberg entspricht nicht jener mit der Fachrichtung „Landwirtschaft“ an der LFS „Goldbrunnhof“ in Völkermarkt.

Verfahren

VwGH: Rechtsmittelfrist & Fristverlängerungsantrag

Nach § 93 Abs 4 BAO wird „die Rechtsmittelfrist nicht in Lauf gesetzt“, wenn ein Bescheid „keine Rechtsmittelbelehrung oder keine Angabe über die Rechtsmittelfrist“ enthält oder „zu Unrecht ein Rechtsmittel für unzulässig“ erklärt. Diese Anordnung bezieht sich auf das Fehlen oder eine näher bezeichnete Fehlerhaftigkeit der in § 93 Abs 3 lit b BAO ausdrücklich vorgeschriebenen Rechtsmittelbelehrung.

Wettengesetze aktuell – immer Bewegung in der Branche!

SWK 20-21/2019, 922

Das Wettwesen ist nach den Vorgaben unserer Bundesverfassung (B-VG) landesgesetzlich zu regeln. Die Bundesländer – ausgenommen Burgenland – haben mittlerweile entsprechende moderne Regelungen erlassen, die in kurzen Zeitabständen immer wieder in nicht unbeträchtlichem Umfang abgeändert werden, wobei zweifellos politische Vorgaben maßgebend sind. Dieser Beitrag setzt bei vorangegangenen fort und beleuchtet die jüngsten Adaptierungen.

Gerichtliche Zuständigkeit bei Verstößen gegen den Datenschutz

SWK 20-21/2019, 912

(S. M.) – Seit Inkrafttreten der DSGVO am 25. 5. 2018 ist das öffentliche Bewusstsein für Datenschutz, nicht zuletzt dank intensiver medialer Berichterstattung, spürbar gestiegen. Verstöße werden zunehmend geltend gemacht. Doch wer ist für die Entscheidung über individuelle Ansprüche zuständig? Unlängst hatte der OGH Gelegenheit, ua diese Frage zu klären (OGH 23. 5. 2019, 6 Ob 91/19d).

Der lange Weg zu ausgeglichenen Haushalten

SWK 20-21/2019, 906

Ende Juni veröffentlichte der Rechnungshof den Rechnungsabschluss des Bundes für das Jahr 2018. Sowohl die Ergebnisrechnung (Ausgleich zwischen Erträgen und Aufwendungen) als auch die Finanzierungsrechnung (Ausgleich zwischen Einzahlungen und Auszahlungen) weisen – wie schon in den Vorjahren – negative Salden auf. Das Nettoergebnis (Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen) beträgt –523,68 Mio Euro, der Nettofinanzierungssaldo wird mit –1.104,18 Mio Euro ausgewiesen. Beide Salden weichen stark von den budgetierten Werten ab, fielen jedoch günstiger aus als geplant. Im Hinblick auf das parlamentarische Geschehen bis zur Neuwahl im Herbst und dessen finanzielle Folgen erscheint es fraglich, ob der im Vorjahr erklärte politische Wille, ein „Nulldefizit“ schon 2019 und in den Folgejahren zu erreichen, umgesetzt werden kann.

Digitalisierungsstrategie in Steuerberatungskanzleien

SWK 20-21/2019, 913

Digitalisierung und Automatisierung sind heutzutage in aller Munde. Die Steuerfunktion steht vor der Herausforderung, praxisorientierte und innovative Lösungen für die Gestaltung zukunftsorientierter und moderner Steuerprozesse mittels Digitalisierung und Automatisierung zu implementieren. Damit die Steuerfunktion vom digitalen Wandel profitieren kann, bedarf es langfristig einer grundlegenden Transformation der Unternehmensstruktur. Hier lautet das Stichwort: Digitalisierungsstrategie. Eine Digitalisierungsstrategie kann nur Erfolg haben, wenn sie klar definiert und koordiniert wird und auf die Kultur und Personen zugeschnitten ist. Die wesentlichen Ziele einer Digitalisierungsstrategie im Steuerbereich sind breit gefächert: Ein leistungsfähiges steuerliches Risikomanagement ist von hoher Wichtigkeit, um Risiken zu identifizieren, zu bewerten und effizient zu überwachen. Auch geht es um die Schaffung einheitlicher Prozesse (Prozessstandardisierung) und einer einheitlichen strukturierten Datenbasis. Durch eine Digitalisierungsstrategie soll auch eine effiziente Kommunikation mit den Finanzverwaltungen ermöglicht werden. Schlussendlich geht es natürlich auch um die Erzielung von Kosteneffizienz.